Neue Richtlinie für die Reifenindustrie tritt in Kraft: Drei Schwerpunkte zur Bewältigung von Export- und Transformationsherausforderungen
Kürzlich veröffentlichten fünf Ministerien gemeinsam die „Leitlinien für umweltfreundliches Design von Industrieprodukten (Ausgabe 2026)“, in denen Reifen explizit als eine der 15 Schlüsselbranchen aufgeführt werden. Der Anhang nutzt erstmals Reifen als Beispiel, um eine systematische Lösung zur Geräuschreduzierung im Designprozess vorzustellen. Dies markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einem umweltfreundlichen Design von Reifenprodukten und führt von der allgemeinen Interessenvertretung hin zu einem operativ umsetzbaren technologischen Ansatz.
Lärmreduzierung in den Richtlinien enthalten: Von Komfortmerkmalen bis hin zu strengen Grenzwerten
Die Richtlinien führen „lärmminderndes Design“ explizit unter den elf wichtigsten Aspekten des umweltfreundlichen Designs auf. Um die Auswirkungen von Lärm auf die Produktleistung, die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu verringern, schlagen sie Designoptionen wie Quellmarketing, Pfadisolierung und Endpunktschutz vor. Das lärmmindernde Design der Reifenindustrie wird in Anhang 2 der Richtlinien durch drei wichtige technische Schritte weiter verfeinert: präzise Prozesskontrolle und diversifizierte Designoptimierung.
Mit der stetig steigenden Verbreitung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist die geräuschdämpfende Wirkung herkömmlicher Motoren verschwunden, und der Einfluss des Reifenrollgeräuschs auf den Fahrkomfort hat sich deutlich verstärkt. Gleichzeitig ist die externe Rollgeräuschdämpfung in den EU-Reifenkennzeichnungsvorschriften schon lange Bestandteil eines obligatorischen Bewertungssystems – Geräuschreduzierung ist somit zu einer Voraussetzung für den Export chinesischer Reifen geworden. Anders ausgedrückt: Es geht hier nicht nur um das Kundenerlebnis, sondern auch um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt.
Leistungssteigerungen durch technologische Upgrades
Die „Richtlinien“ konzentrieren sich zwar auf die Geräuschreduzierung als einzelnen Leistungsaspekt, ihre Designphilosophie deutet jedoch auf eine systemische Weiterentwicklung der Produktentwicklungskonzepte hin. Identische und präzise Prozesskontrolle sowie diversifizierte Designoptimierung sind drei Kernkompetenzen des Reifenherstellers. Die Richtlinien sprechen sich klar für die Förderung von umweltfreundlichem Design und künstlicher Intelligenz aus und fordern Unternehmen auf, die Auswirkungen des gesamten Produktlebenszyklus mithilfe von 3D-Modellierung, Simulation und digitalen Zwillingen zu simulieren. In der Reifenindustrie bedeutet dies, dass traditionelle Trial-and-Error-Verfahren wie die virtuelle Optimierung des Laufflächengeräuschs und die präzise Anpassung der Laufflächendruckverteilung in eine neue Phase des intelligenten Fahrens eintreten werden. Die Geräuschreduzierung ist natürlich nur ein Ansatzpunkt für umweltfreundliches Design. Die Reifenindustrie muss sich gleichzeitig auf lange Lebensdauer, Materialeinsparung, Leichtbau und einfache Recyclingfähigkeit konzentrieren, um eine wirklich grüne und kohlenstoffarme Transformation über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu erreichen.
Ein Paradigmenwechsel in der Politikausrichtung: Von der „Produktbewertung“ zur „Methodenvermittlung“
Die bedeutendste Änderung in dieser Richtlinie ist die Verlagerung des Schwerpunkts von der „Produktbewertung“ hin zur „Betonung von Designlösungen“. Bisher konzentrierte sich die Arbeit im Bereich des nachhaltigen Designs auf Produkte und deren Bewertung; die Richtlinie richtet sich jedoch an Mitarbeiter im Bereich Produktdesign und -entwicklung mit dem Hauptziel, umsetzbare nachhaltige Designlösungen bereitzustellen.
Die Reifenindustrie verzeichnet derzeit zwar ein stetiges Wachstum, steht aber vor Herausforderungen wie einer sinkenden Inlandsnachfrage und einem verschärften Exportwettbewerb. Die Leitlinie kommt zum richtigen Zeitpunkt, da sie die Engpässe in der Branchenentwicklung präzise adressiert und einen praktischen Fahrplan für die Erreichung des Ziels des „15. Fünfjahresplans“ bietet: die Schaffung eines neuen Paradigmas qualitativ hochwertiger Entwicklung, das sich durch innovationsgetriebene, umweltfreundliche und kohlenstoffarme Verfahren auszeichnet.













