Mehr als 40 Reifenhersteller haben sich der „Preiserhöhungsbewegung“ angeschlossen.
Am 12. März 2026 erlebte die Reifenindustrie einen weiteren Preisanstieg. Die Sailun Group und andere Unternehmen kündigten am selben Tag Preisanpassungen an und reihten sich damit offiziell in die Riege derer ein, die die Preise erhöhten.
Sailuns Schritt löste eine Kettenreaktion aus und verdeutlichte, dass der Kostendruck in der Reifenindustrie angesichts eines Rohölpreises von über 100 US-Dollar und steigender Kautschukpreise (um die 17.000 US-Dollar) einen kritischen Punkt erreicht hatte. Vorausgegangen waren Preisanpassungen führender Unternehmen wie Zhongce, Linglong und Maxxis, denen weitere Branchenriesen folgten. Bis heute haben über 40 Reifenhersteller gemeinsam die Preise erhöht, und dieser Preisanstieg hat sich branchenweit durchgesetzt.
Die Kosten sind „außer Kontrolle“ geraten: Ölpreise übersteigen 100 Dollar und die Preise für Additive schießen in die Höhe.
Der Hauptgrund für diese Preiserhöhungsrunde liegt in der wahllosen Erhöhung der Rohstoff- und Energiekosten.
Zunächst einmal die durch geopolitische Spannungen ausgelöste Energiekrise. Aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten stieg der Preis für Brent-Rohöl am 12. März auf über 101 US-Dollar pro Barrel, und die Preise für Kerosin haben sich im Vergleich zur Zeit vor dem Konflikt mehr als verdoppelt. Parallel dazu erholten sich die inländischen Ölpreise und erreichten wieder das Niveau der „8-Yuan-Ära“, was die Kosten für die Reifenherstellung und -logistik direkt in die Höhe trieb.
Zweitens blieben die Rohstoffpreise hoch. Die Preise für Naturkautschuk schnellten wieder auf 17.000 Yuan pro Tonne, und wichtige Hilfsstoffe wie Ruß und Stahldraht folgten diesem Trend. Noch gravierender war jedoch die überraschende Ankündigung aus dem Bereich der chemischen Additive. Der globale Chemiekonzern LANXESS kündigte am 11. März eine sofortige Preiserhöhung von 15 bis 50 % für wichtige Additive in der Reifen- und Gummiherstellung an. Dieses äußerst schädliche Preissignal durchbrach die Kostendeckung der Reifenhersteller unmittelbar.
Branchenweite Resonanz: Fast 40 Unternehmen kündigen gemeinsam Preiserhöhungen an.
Angesichts stark gesunkener Produktionskosten wurden die Gewinnmargen der Reifenhersteller drastisch reduziert, sodass Preiserhöhungen für sie die einzige Überlebenschance darstellten. Neben Sailun häufen sich Preiserhöhungen in der gesamten Branche.
Tiefgreifende Veränderungen in der Wertschöpfungskette: Vom Preiskampf zur Wertverteidigung. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass der Preisanstieg im März 2026 sich von früheren, einfachen Marketingstrategien unterscheidet; er basiert auf einer soliden Kostendrucklogik. Von Rohstoffen wie Rohöl und Kautschuk bis hin zu den Preiserhöhungen von Additivherstellern wie Lanxess durchläuft die gesamte Wertschöpfungskette eine erzwungene Neubewertung des Wertes.














